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Episodentitel in Original: 時代 を越えた少女と封印された少年 (Toki o Koeta Shōjo to Fūinsareta Shōnen)
Deutsche Übersetzung: Das zeitreisende Mädchen und der versiegelte Junge

Deutscher Synchrotitel: Zurück ins Mittelalter

Vor 500 Jahren gab es einen Hanyō namens Inu Yasha, der es satt hatte, nur ein Hanyō zu sein. Sein Plan war es, das Juwel der vier Seelen, genannt Shikon no Tama, zu stehlen. Denn wer das Juwel besaß, besaß große Macht.
Mit ihm wollte er seinem Leben als Hanyō ein Ende setzen und ein Yōkai werden... aber sein Plan scheiterte.


Kikyō, die Priesterin des Dorfes und zugleich die Hüterin des Juwels, schoss ihn mit einem magischen Pfeil an einen Baum (Goshinboku). Inu Yashas Traum zerplatzte wie eine Seifenblase und er fiel in einen todesähnlichen Schlaf.
Kikyō, die Miko, wusste, dass ihr Leben zuende war, denn Inu Yasha hatte ihr zuvor im Kampf eine tiefe Wunde zugefügt. Sie wandte sich ein letztes Mal an die Dorfbewohner, die ihr schliesslich den Wunsch, sie mitsamt dem Juwel zu verbrennen, erfüllten. Kikyōs wurde zusammen mit dem Shikon no Tama in ihren Händen verbrannt.

Das Jahr 1999:
Kagome ist ein normales Mädchen. Sie lebt zusammen mit ihrem kleinen Bruder Sota, ihrer Mutter und ihrem Opa in einem alten Schrein in Tokio und besucht die neunte Klasse.

Ein Tag vor ihrem 15. Geburtstag sucht sie mit ihrem Bruder nach ihrer Katze Buyo. Sota meint seltsame Geräusche aus dem Brunnen gehört zu haben. Kagome vermutet, dass es Buyo ist.
Tatsächlich ist es die Katze, die im Brunnenhäuschen festsitzt. Kagome gibt Buyo ihrem Bruder und in diesem Moment kommen erneut seltsame Geräusche aus dem Brunneninneren.
Plötzlich tauchen Arme aus der Dunkelheit auf und greifen nach Kagome. Sie wird in den Brunnen hineingezogen. Der Yōkai kann auch noch reden und meint, dass er spürt wie seine Macht zurückkommt, wenn er Kagome hält. Er will etwas von ihr, da er weiß, dass sie es hat.
Kagome hat keinen blassen Schimmer wovon er redet und drückt vor Angst ihre Hand auf das Gesicht des Yōkais.


Plötzlich schießen violette Strahlen aus ihrer Handfläche, die den Yōkai von ihr wegdrücken. Er verliert einige Arme und fällt regungslos auf den Brunnenboden.
Kagome ist verwirrt und landet sanft auf dem Boden. Sie ruft nach ihrem Bruder, doch sie bekommt keine Antwort. Kagome klettert am Brunneninneren hoch und ist umso mehr verwirrt, da sie plötzlich von Bäumen umgeben ist.

Sie streift durch den Wald und findet schließlich einen schlafenden Jungen an einem Baum. Ein Pfeil ragt aus seiner Brust. Doch er scheint kein gewöhnlicher Junge zu sein.
Sofort bemerkt Kagome seine Hundeohren und nutzt die Gelegenheit, um einmal daran zu ziehen. Plötzlich ist sie von Dorfbewohnern umzingelt, die Pfeile auf sie schießen und sie anschließend fesseln.


Fast das gesamte Dorf hat sich um Kagome versammelt. Sie bemerkt die neugierigen Blicke und man erkennt sofort, dass sie sich nicht wohl in ihrer Haut fühlt.
Wer ist dieses geheimnisvolle Mädchen, das sich in den Wäldern herumtreibt, und dazu noch diese seltsame Kleidung trägt? Kaede, von Kagome zuerst als „ein weiterer Freak“ bezeichnet, hat inzwischen weit über 50 Jährchen auf dem Buckel und hat den Platz ihrer toten Schwester eingenommen. Kaede bemerkt die auffallende Ähnlichkeit mit ihrer verstorbenen Schwester Kikyō und nimmt an, dass Kagome wohl ihre Wiedergeburt ist.

Spät in der Nacht wird das Dorf von dem mehrarmigen Yōkai angegriffen, welchem Kagome zuvor im Brunnen begegnet ist. Vor Schreck läuft das Mädchen aus dem Dorf in Richtung von Inu Yashas Wald. Der Yōkai verfolgt sie. Kagomes Hilferufe wecken den schlafenden Inu Yasha. Der Brunnenyōkai greift erneut an und wirft Kagome nach vorne, direkt vor Inu Yashas Füße.
Dieser ist nicht so sehr davon begeistert. Er sieht zuerst Kikyō in ihr, doch dann fällt ihm ein, dass Kikyō ja „hübsch war und gut gerochen hat“. Kagome findet das nicht so witzig...

Ihre Unterhaltung wird vom Brunnenyōkai unterbrochen. Dieser hat sich in Kagomes Seite festgebissen und schleudert das Mädchen in die Luft. Kagome sieht etwas helles aus ihrem Inneren kommen. Es ist das Shikon no Tama. Der Juwel fällt auf den Boden und wird vom Yōkai verspeist. Damit ist er noch mächtiger als zuvor und er ändert sein Aussehen.
 
Kaede erreicht zusammen mit den Dorfleuten den Schauplatz und meint, sie müssen sich beeilen, denn erst wenn der Juwel verdaut ist, entfaltet sich die gesamte Macht. Kagome ist schockiert. Der Anblick des Yōkais ist nicht gerade schön. Er drückt Kagome an Inu Yasha. Dieser meint, er könne ihr helfen, wenn sie den Pfeil entfernt...

Kaede ruft ihr zu, die zu lassen, da sonst der Bann gebrochen ist. Doch ihnen bleibt keine andere Wahl. Kagome greift nach dem Pfeil. Durch ihre Berührung löst er sich auf und der Bann ist gebrochen. Inu Yashas Körper sondert seltsame Strahlen ab, im gleichen Rhytmus wie sein Herzschlag. Inu Yasha ist erwacht. Er fängt arrogant an zu lachen und springt mit mehreren Saltos in der Luft (Angeber!) auf den Yōkai zu. Mit einem einzigen Hieb zerlegt er den Yōkai.


Kagome nimmt das Juwel aus dem leblosen Körper und das Monster zerfällt. Inu Yashas Augen blitzen sie böse an und sie begreift, dass er nur geholfen hat, um an das Juwel ranzukommen.

Autor: Kaze
Korrekturen: Sebastian

Erklärungen:

Yōkai (jap. 妖怪): Figuren des japanischen Volksglaubens, die sich am ehesten mit Monster übersetzen lassen
Hanyō: Neutral übersetzt Halbdämon, im diskriminierenden Sinn aber auch mit Halbblut.